Halloween – Trick or treat

Halloween-eggs_flour-poster (3)Gruselige Kostüme, Partys und zu Fratzen ausgehöhlte Kürbisse sind auch im deutschsprachigen Raum an Halloween längst Brauch. Wer jedoch neu nach England, Schottland oder Wales umgezogen ist, rechnet am 31. Oktober, einem normalen Arbeitstag, oft nicht mit den Kinderscharen, die am späten Nachmittag bis frühen Abend vor der Haustür stehen und „trick or treat“ – im Deutschen „Süßes oder Saures“ bzw. „Apfel oder Streich“ – rufen. Ein Tablett mit Süßigkeiten wird erwartet, von dem sich jedes Kind eine Kleinigkeit nehmen darf.

Vorsicht vor Eiern und Mehl

Für die guten Beziehungen zu Ihrer neuen Nachbarschaft sollten Sie auf die verkleideten Kinderhorden vorbereitet sein und sich mit einer Auswahl an „treats“ eindecken – und es besser nicht darauf ankommen lassen, was wohl der Streich sein könnte. Traditionell werden Mehl und Eier an die Hauswand geschmiert. Daran finden vor allem Teenager Spaß und viele Geschäfte verkaufen deshalb in den Tagen vor Halloween keine Eier oder Mehl an Jugendliche!

Poster der Polizei in Wiltshire für Ladenbesitzer

Poster der Polizei in Wiltshire für Ladenbesitzer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trick or treat Straßensperren

Für den Heimweg nach der Arbeit kann es zudem empfehlenswert sein, auch im Auto ein paar Süßigkeiten dabei zu haben, denn viele Kinder bauen gerne Straßensperren auf. Sie werden aufgefordert, Maut in Form von Süßigkeiten zu zahlen, um weiterfahren zu dürfen. Wer später am Abend lieber nicht von 20 maskierten alkoholisierten Jugendlichen umzingelt werden möchte, sollte am 31. Oktober besser früh zu Hause sein oder auf dem Weg zur Halloween-Party Nebenstraßen meiden.

Trick or treat hat lange Tradition

Trick or treat stammt aus Schottland und Irland im frühen Mittelalter, wo die Kinder armer Familien am Abend vor Allerheiligen/Allerseelen (1./2. November) von Tür zu Tür gingen und im Gegenzug für kleine Gaben für die Verstorbenen beteten. Im späten 19. Jahrhundert wandelte sich der Brauch. Die Kinder kostümierten sich und sangen Lieder, sagten Gedichte auf oder führten kleine Kunststücke vor, um Süßigkeiten zu erhalten. Zumindest in einigen ländlichen Regionen Schottland hat sich dieser schöne Zusatz des Trick-or-treat-Spiels bis heute erhalten.

Katrin Koll Prakoonwit

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